Junge wilde Hunde

So nennt sich eine Gruppe von Vereinsmitglieder des JGV Heidekreis e.V. mit ihren Junghunden. Sie treffen sich regelmäßig und setzen sich jedesmal ein Ziel für sich und ihre jungen Hunde.

 

 

An diesem Tag war die Gewöhnung an tiefes Wasser....

 

....Hat Prima geklappt wie man an den Bildern sieht.

 

Alle freuen sich schon aufs nächste Treffen!

Neues vom Vorbereitungskurs 2022 Schweißarbeit

"... das rettet Leben!"

 

Weitere Ausbildungstage des Vorbereitungskurses 2022 Schweißarbeit sind absolviert, viele Eindrücke blieben im Gedächtnis, aber so manches hat einen höheren Stellenwert im Gedächtnis eingenommen.
 
 
Die zweistellige Anzahl an Gespannen traf sich erneut, um als erstes Schweißfährten zu legen. Mittlerweile sind wir auf 500m getropfte Schweißfähre in U-Form, mit 2 Haken und 2 Verweiserpunkten "hochgegangen". Wir erinnern uns an die ersten Fährten von max. 100-150m....
 

...Ich hatte die Möglichkeit Andrea Fuhrwerk, die Ehefrau des Lehrgangsleiters, zu begleiten. Sie erzählte mir einige ihrer Jagderfahrungen auf Drückjagden und auch von den Nachsucheerfahrungen, die sie als Begleitung mit ihrem Ehemann bereits gemacht hatte. Interessant war es mit welcher Ruhe sie von dem Zusammentreffen von krankem, wehrhaftem Wild und Jagdgebrauchshunden zu berichten wusste. Welche Vorgehensweisen sich bewährt hätten, wie man sich gerade auch Mental auf solche Situationen vorbereitet und das dies auch Ziel ist den Lehrgangsteilnehmern so zu verinnerlichen.

Aber kommen wir erstmal zurück zur Fährtenlegung an diesem Tag. Der Anschuss wurde mit reichlich Schweiß und leichter Bodenverwundung angelegt, sowie mit Markierungsband gut sichtbar gemacht. Im Wald wurde darauf geachtet alle 10-20m ein gut sichtbares Markierungsband zu setzen. Es ging durch Brombeerverjüngungen, reichlich totem Astholz, unwegsames Gelände und Holzrückegassen.
 
Andrea machte es sichtlich routiniert, mit dem Hinweis "das ist wie im wahren Leben", ihre einzige Sorge war ob der Schrittzähler stimmt und die Fährte auf keinen Fall zu kurz wird.
 
Wobei eine Sache auch noch sehr wichtig erschien, "nicht zu nah an das Gatter dahinten, sonst haben wir für diesen Ausbildungsstand morgen zuviele Verleitfährten", sie sollte Recht behalten.....
...Im Anschluß am Treffpunkt zurück, hatte Lehrgangsleiter Gundolf Fuhrwerk bereits die Bandbreite an Ausrüstungsgegenständen, die sich für ihn persönlich bewährt hatten, aufgebaut. Signaljacken für warmes und kaltes Wetter, Sauen Schlagschutzhosen, Schlagschutzwesten für Hunde, Schuhwerk, Abfangmesser, Nachsuchenbüchse, Erste Hilfe Utensilien und vieles mehr.
 
Hinweis: Auf unserer Facebookseite - Jagdgebrauchshunde Heidekreis e.V. - findet ihr die Videos, diese sind öffentlich, ihr müsst zum Anschauen kein Facebookkonto haben.
 
Einer der prägendsten Sätze im Zusammenhang mit wehrhaftem Unfallwild, welches immer noch "mobil" ist, eventuell vom geschnallten Hund am Platz gebunden wird, damit es unverzüglich und waidgerecht erlöst werden kann, war seine Aussage: "Solche Hundeschutzwesten... egal wie sie alle heißen, retten Leben... das weiß ich aus Erfahrung".
 
Ich denke dem / der einen oder anderen Teilnehmer / Teilnehmerin ist aufgrund von (noch) nicht gemachter Erfahrung teilweise (noch) nicht ganz bewusst, welcher Gefahr sie sich und vor allem ihren Jagdgebrauchshund teilweise aussetzen werden, wenn gerade krankes, wehrhaftes Wild, welches angeschweißt oder durch Unfälle im Straßenverkehr, im Wundbett liegend, nachgesucht werden muss.
 
Nach der Erklärung der einzelnen Ausrüstungsgegenstände, deren pro und contra, verabredeten sich alle für den kommenden morgen, um die 500m über Nacht Trainingsfährte, unter Anleitung nachzusuchen....
...Pünktlich am nächsten Morgen ging es los und die eine oder andere Fährte erwies sich als sehr herausfordernd, aber machbar.
 
Bormbeeren, unwegsames Gelände und starke Verleitungen, von kürzlich gewechseltem Wild, verlangten dem Gespann einiges an Konzentration und Nervenstärke ab. Also perfekt, um im Training "zu wachsen".
 
Sehr praxisnahes, herausforderndes aber nicht überforderndes Training ist enorm wichtig. Schlussendlich wird nicht nur für eine Prüfung trainiert, sondern unter kontrollierten Bedingungen für die spätere Jagdpraxis.
 
Im Training unter Anleitung haben die Gespanne die Möglichkeit sich besser kennenzulernen, eine vertrauensvolle und harmonische Zusammenarbeit aufzubauen. Beide müssen sich schlussendlich in der Praxis 100% aufeinander verlassen können und haben in solch einem Trainingsumfeld die Möglichkeit  "zusammenwachsen".
In eigener Sache:
Besucht unseren Stand am Tag des offenen Hofes
Wann: Sonntag, 19.06.2022 von 10.00 bis 17.00 Uhr.
Wo: Hof Lühmann, Schneeheide 28, 29664 Walsrode OT Schneeheide.
 
Ho Rüd´Ho und Waidmannsheil
 
D.G.
 
Jagdgebrauchshundeverein Heidekreis e.V.

Vom ersten Wochenende des Vorbereitungskurses 2022 Schweißarbeit

 

 

Am Riemen wird niemals gestraft!
 
 
Vom ersten Wochenende des Vorbereitungskurses 2022 Schweißarbeit, war dieser Satz der prägendste.
 
 
"Am Riemen wird niemals gestraft!"
 
 
Pünktlich um 16:00 Uhr am Treffpunkt begrüßte Lehrgangsleiter Gundolf Fuhrwerk alle anwesenden Teilnehmer, einige fehlten an dem Tag, immerhin waren es trotzdem schon gut 10 Gespanne, bestehend aus BGS, Bracken, Teckel und DJT.
 
Das Wetter war gut, die Stimmung war gut und alle Beteiligten motiviert. Als erstes wurden die verschiedenen Schweißhalsungen, Schweißgeschirre und Schweißriehmen vorgestellt sowie deren Vor- bzw. Nachteile, bessergesagt der angebrachte Einsatz derer. Unterschiedliche Fährtenschuhe wurden präsentiert, deren Tücken und Qualitätsmerkmale erläutert, sowie Arten von Spritzflaschen, Tupfbesteck und die verschiedenen Möglichkeiten der Fährtenlegung erörtert.....

 

....Nach ausführlicher Einweisung erfolgte die Einteilung in drei Gruppen unter der Anleitung von Gundolf Fuhrwerk, Michael Tandler und Markus Seegräber, legten alle Teilnehmer die ersten Übungsfährten für den Folgetag. Diese Anfangsfährten hatten eine Länge von ca. 100-150 Metern und wurden in U-Form zum Hauptweg angelegt. Sie sollten dazu dienen, sich am Folgetag einen ersten Eindruck von den Gespannen

verschaffen zu können.

 
Für die getropfte Schweißfährte verwendeten wir Schafsblut, handelsübliche Tropfflaschen, Markierband (Anschuss 1x, Fährtenende 2x) sowie Markierkreide (rechts oder links entlang des Baumes bzw. Ende der Fährte).
 
Für den nächsten Tag hatten wir uns für 9.30 Uhr verabredet, alle waren pünktlich und bestens ausgestattet mit Decken, Läufen und Häuptern für das jeweilige Fährtenende.
 
Alle drei Gruppen, angeleitet von den erfahrenen Schweißhundeführern bzw. Schweißhundeausbildern Gundolf Fuhrwerk, Michael Tandler und Markus Seegräber, begannen ihre Hunde auf einer jeweils für sie fremden Fährte vom Vortag zu arbeiten. Ziel war es sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, woraufhin bereits nach dem ersten Durchgang die ersten individuellen Hinweise und Hilfestellungen ausgearbeitet und kommuniziert wurden....
...Zum Ende hin legten wir eine Trainingsrunde Unterordnung ein. Viele Menschen, viele Hunde, viele Eindrücke, der eine oder andere Radfahrer sowie eine Vielzahl von Gerüchen im Wald und das alles nachdem der eine oder andere Jagdgefährte bereits auf "Arbeitsmodus" eingestellt war, von der Fährtenarbeit oder eräugtem, flüchtigem Wild.
 
Aber eins sei gesagt, auch dieser Prüfungsteil hat, da auch in der Jagdpraxis enorm wichtig, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Bestehen der Prüfung. Ruhe, Führigkeit, Gehorsam und Sozialverträglichkeit sind im Revier, auf Gesellschaftsjagden und auch im Alltag unabdingbar für einen Jagdhund. Zurecht....

 

 

...Der Vorbereitungskurs 2022 Schweißarbeit ist für eine Dauer von 4 Monaten angesetzt, das eine oder andere wird es darüber sicherlich noch zu berichten geben.
 
 
Wir sehen dem mit Freude entgegen und verbleiben mit einen kräftigen
 
Ho Rüd´Ho und Waidmannsheil
 
D.G.
 
Jagdgebrauchshundeverein Heidekreis e.V.